Studentenwohnheim „Campusviertel“ eingeweiht

Lange haben die Stadt Fulda und das Studentenwerk Gießen nach einer Möglichkeit gesucht, das Angebot an Studentenwohnungen in der Barockstadt zu erweitern. Nun konnte am Dienstagvormittag bei strahlendem Sonnenschein das Studentenwohnheim „Campusviertel“ in der Graf-Spee-Straße offiziell eingeweiht werden – ein kleiner Meilenstein für die Hochschulstadt. Schon 31 Appartements sind seit drei Wochen vermietet. Platz finden hier insgesamt 68 Studierende.

„Der Standort ist ideal. Die Studenten können in Hausschuhen die Hochschule Fulda erreichen“, freute sich Ralf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks Gießen. Gleichzeitig würden die Bewohner im Grünen leben und in nur wenigen Minuten die Innenstadt und den Bahnhof erreichen. „Wir bieten in Fulda derzeit 305 Leuten eine Bleibe auf Zeit“, so Stobbe. Doch sowohl in der Magdeburger Straße als auch in der Leipziger Straße sollen zeitnah weitere Studentenwohnungen entstehen. Direkt neben dem Wohnheim „Campusviertel“ sollen im Sommer 2018 zusätzliche 80 Apartments in einem zweiten Gebäude geschaffen werden. So werde die Zahl des Wohnungsangebotes für Studenten auf erfreuliche 468 Plätze erhöht. „Doch das Angebot deckt bei weitem nicht die Nachfrage“, weiß Stobbe. Denn derzeit studieren rund 8.500 junge Menschen in Fulda. „Ich bin zuversichtlich, dass wir noch weitere Plätze anbieten können.“

Nach 15 Monaten Bauzeit konnte Christine Salomon, Bauherrin und Inhaberin von LebensART in Fulda, das „Campusviertel“ an das Studentenwerk übergeben. „Wir haben in die Planung und Ausführung viel Engagement und Herzblut gesteckt.“ Das Gebäude ist übersichtlich, offen und hell gestaltet. „Die Voraussetzungen sind ideal für ein gelungenes Studium und Leben in Fulda.“ Mit dem Fahrrad radelte der Architekt Andreas Staubach von Staubach & Partner in Fulda zur Einweihungsfeier: „Das zeigt die tolle Lage.“

Insgesamt bietet das „Campusviertel“ 3.000 Quadratmeter Nutzfläche. „Lange Flure sind passé.“ Durch Laubengänge und die offene Lobby biete das Wohnheim auch genug Raum für Begegnung und soziale Kontakte. Alle Zimmer sind möbliert, verfügen über eine Pantryküche mit Kühlschrank, Internet und TV-Anschlüsse. Sie sind hell und freundlich gestaltet und teilweise haben die Apartments sogar Zugang zur Außenanlage, die in naher Zukunft noch gestaltet werden wird. „Wir haben das Wohnheim in die umliegenden
Grünflächen mit eingebunden“, so Staubach.

Auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Stadtbaurat Daniel Schreiner und Professor Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, waren gekommen, um das neue Studentenwohnheim zu bewundern. „Fulda kann nichts

Besseres passieren, als eine Hochschule, die junge Menschen in die Region zieht“, so Khakzar. Von rund 4.500 Studenten 2007, habe sich die Zahl inzwischen verdoppelt. Bei einem so dynamischen Wachstum der Hochschule sei es auch wichtig ein Angebot an Wohnraum zu schaffen. „Die Studenten schauen zunehmend auch darauf, wie man leben kann und ob es günstigen Wohnraum gibt.“ Umso schöner sei es, dass nun auch ein zweites Gebäude entstehen wird. „Das ist eine Fügung, für die wir sehr dankbar sind.“ Trotzdem sei auch weiterhin noch Luft nach oben.

Bei dem Anblick des modernen und schönen Studentenwohnheims überlegte vor allem Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, ob er noch einmal ein Comeback als Student feiern sollte. „Ich erinnere mich noch an meine frustrierende Wohnungssuche“, berichtete das Stadtoberhaupt von seiner Studentenzeit. Das „Campusviertel“ sei eine gute Visitenkarte für die Attraktivität der Hochschule und der Stadt Fulda und werde bei der Auswahlentscheidung der Studierenden eine zentrale Rolle spielen. Zwar hätten es die Rahmenbedingen nicht früher ermöglicht, mit dem Wachstum der Hochschule mitzuhalten, doch umso schöner sei es nun das „Pier I“ (Campusviertel) seiner Bestimmung zu übergeben. „Wenn wir uns 850 Plätze für Studenten zum Ziel nehmen, ist es, denke ich, eine gute Etappe“, so der OB zu den künftigen Planungen, das Angebot noch weiter auszubauen.
Vielen Dank an Julissa Bär (Redaktion Osthessennews.de)!

Quelle: www.osthessen-news.de