Spatenstich für deutsches Romantik-Museum in Frankfurt

Am 13. Juni fand der Spatenstich für den Bau des Romantik-Museums statt: Hiermit wird in direkter Nachbarschaft zum Goethe-Haus und Goethe-Museum ein weltweit einzigartiger und spannungsreicher kultureller Dialog zwischen Goethe und der Romantik entstehen. Platz finden soll hier die Sammlung des Freien Deutschen Hochstifts mit Handschriften von Romantikern wie Novalis oder Joseph von Eichendorff. Das Hochstift, eine überregionale Forschungseinrichtung, betreibt das Goethe-Haus und -Museum.

Das Projekt hat jahrelang für Diskussionen gesorgt, denn die Finanzierung war nicht immer klar. Heute steht fest, dass das Romantikmuseum im Zusammenspiel von Bund, Land, Stadt und privaten Förderern finanziert wird. Insgesamt 16 Millionen Euro wird der Bau des Museums kosten: Das Land gibt vier Millionen Euro, der Bund und das Hochstift steuern denselben Betrag bei. An Spenden sind bislang 2,2 Millionen eingegangen und die Stadt hat in den Haushaltsjahren 2015 und 2016 jeweils 900 000 Euro bereitgestellt.

Entworfen wurde das Deutsche Romantikmuseum vom Frankfurter Architekt Christoph Mäckler, der in seinen Entwurf den Erhalt des Rosengartens mit eingeschlossen hat, zu dem sich der Gartensaal von Goethes Elternhaus öffnet. Den städtebaulichen Gesamtentwurf, den Bau von Wohnungen und die Integration des denkmalgeschützten Cantate-Saals verantworten die Architekten Landes + Partner.

Beim symbolischen ersten Spatenstich nannte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Montag die Romantik eine „Schlüsselepoche der deutschen und der europäischen Geistesgeschichte“. Mit dem Museum werde eine wichtige Lücke geschlossen. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) verwies auf das große Bürgerengagement, das den Bau des Museums erst möglich mache.

Quelle: www.deutsches-romantik-museum.de

Bildquelle: www.deutsches-romantik-museum.de